27.03.2013 – Der Estrich trocknet vor sich hin

Seit einer Woche ist der Estrich nun am trocknen. Letzten Freitag habe ich nach all den begeisterten Berichten noch schnell einen Kärcher Fenstersauger gekauft, doch am Samstag war von außen noch gar keine Feuchtigkeit an den Fenstern zu erkennen. Lediglich im OG war der unteren Rand eines Fensters leicht beschlagen. Am Sonntag durften wir dann endlich wiede ins Haus, und auch da war noch nicht viel an den Fenstern kondensiert. Dafür sind aber heftige Estrichspritzer auf den Holzrahmen der Fenster. Hoffentlich bleiben da keine Flecken. Überhaupt sind die Fensterrahmen zum Teil ganz schon ramponiert – da muss auf jeden Fall nochmal nachgebessert werden.

Seit Montag läuft nun aber das Estrich-Trocknungsprogramm der Heizung. Die steht jetzt auf 30 Grad bei Minustemperturen außerhalb des Hauses. Und nun ist auch deutlich mehr Feuchtigkeit an den Fenstern.  Auch der Kärcher Fenstersauger kam inzwischen schon mal zum Einsatz – wäre aber nicht unbedingt nötig gewesen. Aber wenn er schon mal gekauft ist …

Seit gestern ist auch ein Fensterventilator eingebaut. Im OG sieht der Estrich inzwischen schon deutlich abgetrocknet aus, in den Kellerräumen ohne FBH ist er dagegen noch regelrecht feucht. Da wird es wohl noch eine Weile dauern, schon weil man eben wesentlich schlechter durchlüften kann.
A pro pos lüften – hier scheiden sich wirklich die Geister. Als der Estrich eingebracht wurde, hat man eine Terassentür komplett aufgelassen, wenigstens der Rolladen ist wenigstens runtergelassen worden. Außerdem waren noch einige Fenster gekippt. Das war der Zustand der ersten 4 Tage, bis wir wieder ins Haus konnten. Wir hatten die Anweisung, je 2 Fenster pro Etage zu kippen und zweimal täglich zu wischen . Gesagt – getan. Ein Mitarbeiter des Heizungsbauers hat dann am Montag interveniert und gesagt, für diese Frosttemperaturen gäbe es neue Erkenntnisse – ein bis zweimal täglich wischen und komplett lüften, ansonsten aber die Fenster zulassen, da sich sonst das Gebäude gar nicht aufheizt. Auch umgesetzt, an diesem Tag kam dann auch der Fenstersauger zum Einsatz. Und nun ist wegen des Lüfters das eine Fenster zwangsweise doch wieder offen. Egal, Hauptsache, es trocknet.

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07. März 2013 – Der Stelltrupp ist durch

Die letzten 4 Tage waren sehr aufregend. Nachdem am Montag das Haus ja bei strahlendem Sonnenschein gestellt wurde, kam am Dienstag bei gleichem Wetter der Schornstein hinein, das Dach wurde gedeckt und die Regenrinnen angebracht. Auch der Elektriker hat seine Arbeit aufgenommen. Am Abend war es dann Zeit für einen kleinen Umtrunk und die zugehörige Richtspruch-Zeremonie. Das Glas zersprang, also schon mal ein gutes Zeichen …

Das Problem des fehlenden bzw. wegen des Gerüstes nicht zu erstellenden Mehrsparten-Hausanschlusses wurde auch gemeinsam durch Bauleiter und Tiefbauer gelöst: Wir werden jetzt statt von der Giebelseite her von der Traufseite her in den Hauswirtschaftsraum hinein gehen.

Ab Mittwoch dann wieder Regen, aber das Haus ist ja dicht. Donnerstag habe ich die Richtkolonne leider Abends verpasst, und Freitag haben sie sich auf den Heimweg gemacht. Schade, ich hätte mich gerne zum Abschluss nochmal persönlich bedankt.

.Am Wochenende geht es dann für uns mit der Innenisolierung im Keller los, und auch die Sanitär- und Heizungsinstallateure sollen in der kommenden Woche anfangen.

04. März 2013 – Das Haus steht

Nach einer kurzen Nacht bin ich gegen 5:30 Uhr losgefahren, um die Straßensperrung auf die Straße zu ziehen. Und siehe da, da steht schon ein Fingerhaus-LKW in der Straße. Und um die Ecke steht ein Kranwagen. Alle schlafen noch friedlich – oder auch nicht, denn kaum habe ich das Standrohr und den Wasserbottich ausgeladen, kommt ein Kleintransporter mit dem vertrauten F auf der Seite angefahren und vier nette Herren steigen aus.

Kran schwebt

Kran schwebt

Von da an geht es Schlag auf Schlag. Arbeitsgeräte werden ausgeladen, der Kran platziert sich in die Schwebeposition, der nächste LKW kommt an. Wände werden gestellt und gegen 9:30 Uhr stehen die EG-Außenwände mitsamt Türen und Fenstern (na ja, ein Fensterflügel fehlt). Wir stehen im strahlenden Sonnenschein (das erste Mal in diesem Jahr), sind happy und genießen den Tag!

Abgesehen von einer kurzen Pizza-Pause arbeiten die Jungs ruhig und zügig. Man merkt, dass jeder weis, was zu machen ist. Schon vor der Mittagspause haben auch die Gerüstbauer angefangen, ihr Gerüst zu stellen. Just in Time wird der Rauhspund geliefert und im Laufe des Tages vom netten Kranfahrer auf den Dachboden gehievt. Und so wächst das Haus bis zum Abend gen Himmel.

Das Haus wächst in den blauen Himmel

Das Haus wächst in den blauen Himmel

Und auch wenn sich das eine oder andere Teil des Giebels etwas quer stellen wollte (Nomen est Omen), klappte es, im Scheinwerferlicht des Kranauslegers bis zum Feierabendbierchen das Haus dicht zu haben.

Kurz vor Feierabend

Kurz vor Feierabend

Meinen Respekt, Jungs !

 

02.03.2013 – die Nervosität steigt

Noch zwei Tag bis zur Hausstellung !

Wir sind zugegebenermaßen schon ganz schön nervös.

Aber der Reihe nach: Unser Tiefbauer hat inzwischen den Abwasserkanal angeschlossen und auch die Arbeitsräume rund um den Keller verfüllt, z.T. mir Receicling-Material, zum Teil mit unserem Aushub. Irgendwo muss man eben Kompromisse eingehen. Auch der Hof ist befestigt und rund ums Haus ist ein Kiesstreifen erstellt worden, so dass man sauber und ohne Lehmschuhe ans und ins zukünftige Haus kommen kann.

Mittwoch hatten wir den ersten Ortstermin mit dem Bauleiter. Er war allerdings wohl in der letzten Woche schon mal da, um den Keller abzunehmen. Seit Donnerstag liegt auch schon der Schornstein bereit, und Freitag haben sich die Dachziegel hinzugesellt. Ein Teil von Haus ist also schon mal vor Ort.

Etwas Aufregung gab es wegen der Versorgeranschlüsse. Hier ist das Dilemma, dass die Anschlüsse aus verschiedenen Gründen (Wetter, fehlende Bemaßung und Detailinformationen in den Ausführungsplänen, Zeitmangel nach Fertigstellung des Kellers, etc. ) nicht rechtzeitig gemacht werden konnten und jetzt fraglich ist, ob es möglich ist, den Graben bei gestelltem Gerüst zu ziehen. Auch könnte es Probleme geben, weil der Baustromkasten auf der gegenüberliegenden Straßenseite steht. Letzte Aussage unseres Bauleiters: Ruhig bleiben, alles wird gut. Hoffen wir es! Es gibt mit Sicherheit Möglichkeiten, dass ohne größere Kostenaufschläge zu lösen – wir sehen das gerade bei einem anderen Neubau im Ort.

Auch in Sachen Treppe gibt es etwas Neues. Schweren Herzens haben wir uns heute von unserer Bambus-Natur-Treppe verabschiedet. Ausschlaggebend dafür war das Parkettmuster, welches wir letzten Sonntag auf der Baumesse gesehen haben. Das Holz sich farblich verändert, war uns ja klar. Aber das Bambus so GELB werden kann, wie wir es da gesehen haben, hat uns ein wenig geschockt. Gut, das wir einen so kundenfreundlichen Treppenbauer haben, der uns die Änderungsmöglichkeit quasi bis zum Aufmaß der Treppe lässt. Jedenfalls wird es jetzt wohl eine Buche Treppe – und das Geld, das wir beim Holz sparen, hat die Frau mit dem einfachen Geschmack ( einfach nur das Teuerste  😉  ) gleich wieder in aufwendigeren Streben untergebracht.

Nachdem das geklärt war, bin ich zur Baustelle und habe den Rest des Tages der Kellertrocknung mit dem Kärcher Nass-Sauger nachgeholfen. Obwohl alle Löcher eigentlich abgedeckt waren, stand immer noch bis zu 1 cm Wasser im Keller. Ich hoffe aber, das es jetzt mal etwas wärmer und trockener wird und der Keller soweit austrocknet, dass ich dann die Isolierung anbringen kann und auch die eine oder andere Wand vor dem Rohre und Strippenziehen streichen kann.